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Leserbriefe

Zur aktuellen Situation im Gemeinderat Weisendorf.

Eigentlich, so meine Erwartungshaltung, sollte der Gemeinderat ein Gremium sein, in dem kommunalpolitische Themen eingebracht, sachlich diskutiert und im Sinne des Allgemeinwohls entschieden werden. Leider ist das in Weisendorf nur sehr begrenzt zu beobachten. Vielmehr werden persönliche Animositäten gepflegt, was mitunter zu absurden Szenen führt: Reden zu Grünen-Anträgen werden „Pro“ geführt, in den Abstimmungen hingegen mit „Contra“ gehandelt.
Das ist mit Logik nicht zu verstehen. So wird eine Chance nach der anderen vertan, Weisendorf lebenswerter zu gestalten. Oder sicherer, Beispiel Schulweg, seit Jahren thematisiert von zurecht besorgten Eltern. Entsprechende konkrete Grünen-Anträge auf Verbesserungen werden abgelehnt, ebenso zu Bushaltestellen und Radwegen. Mit den Begründungen, es wäre im Prinzip doch alles gut, eine „große“ Lösung stünde an (wozu allerdings keine Planungen existieren), wahlweise ist
man nicht zuständig.
Es ist traurig. Wie will man mit dieser ignoranten Haltung Weisendorf auf die wohl unbestritten anstehenden großen Zukunftsthemen Klima, Umwelt und Verkehr vorbereiten?
Riesige Rinderställe hingegen würde man mal eben schnell durchwinken. Auch wenn die Grünen-Anträge, wie vom politischen Gegner vorgebracht, „nur“ Wahlkampfgetöse wären, so sind sie inhaltlich nicht falsch. Wo bleiben eigentlich bitte deren konstruktiven Vorschläge? Ich empfinde die aktuelle Situation destruktiv und unerträglich. Wer hauptsächlich persönliche Sympathien bzw. Antipathien als Maßstab seines politischen Handelns heranzieht, sollte seine Rolle in demokratisch verantwortlicher Funktion überdenken. Wer dem politischen Gegner ständig nur eins auswischen will, missbraucht die Demokratie.

Dieter Schiefer,
Weisendorf