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Aufenthaltsqualität statt Blechlawinen

Grüne wollen Marktplatz in zwei Ausbaustufen angehen

Weisendorf. Wenn Bernhard Köhler, Neubürger in Weisendorf, aus dem Fenster seines Wohnzimmers auf den Weisendorfer Marktplatz schaut, dann sieht er Blech. „Der Marktplatz von Weisendorf ist ein Parkplatz und hier spielen sich täglich, besonders in den Morgenstunden haarsträubende Szenen ab.“ Köhler hat einige der Szenen im Bild festgehalten: Fahrzeuge, die mit hohem Tempo in den Marktplatz einfahren, ein zugeparkter Gehweg vor der Apotheke und dazwischen Fußgänger und Radfahrer, die mit dem Chaos irgendwie versuchen klarzukommen. Hin und wieder sind Unfälle mit Blechschäden zu beobachten.

Ein Platz für Menschen statt für Autos
Köhler ist den Grünen beigetreten und kandidiert auch für den Gemeinderat, weil er einzig bei den Grünen „ausdauernde Kreativität und den Mut“ sieht  sich dem gesellschaftlichen Wandel zu stellen und anzupassen. Gemeinsam mit seinen Parteifreunden Gemeinderat Norbert Maier und Ernst Rappold hat Köhler Ideen für den Marktplatz entwickelt: Bäume, ein Brunnen, Außengastronomie und sichere Wege für Fußgänger sollen Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität in der Dorfmitte schaffen. Die Fahrzeuge wollen die Grünen in die hinteren Reihen verbannen.

Marktplatz ist Herzstück
„Wir sind seit 2012 im Städtebauförderprogramm“, so Bürgermeisterkandidatin Christiane Kolbet, „mit dem Herzstück des Dorfes geht aber nichts voran.“ Dabei sei gerade der Marktplatz das wichtigste Anliegen der Weisendorfer. Alle bis dato vorliegenden Pläne sehen einen Platz ohne das jetzige Sparkassengebäude vor. Die Sparkasse sei ein Frequenzbringer in der Ortsmitte und solle dort auch erhalten bleiben. Allerdings wollen die Grünen sie längerfristig in einem anderen Gebäude sehen.

Grüne wollen Leerstände aufkaufen
„Weil wir den Umbau des Platzes aber nicht auf den Sankt Nimmerleinstag verschieben wollen, wollen wir die Sanierung in zwei Stufen angehen“, so die Grünen. Wichtig sei es auch, Gebäude in der Ortsmitte, die zum Kauf stünden, für die Gemeinde zu erwerben. Hier gelte es beherzt zuzugreifen, um keine weiteren Chancen zu verpassen.