• Sitzung vom 29.03.2021

    Nach dem Durchlauf eines CORONA-Schnelltests für alle – alle negativ – war der Flächennutzungsplan mit 75! Seiten Beschlussvorlage das große Thema des Abends.

    Und wieder wurde die GRÜNE Position, doch weniger Wohn- und Gewerbefläche auszuweisen, obwohl der Planungsverband Region Nürnberg, die Regierung von Mittelfranken und das TOPOS-Team, unser von der Gemeinde engagierte Stadtplaner, das genau so sehen, von fasst allen nieder gestimmt.

    8500 Einwohner soll Weisendorf mal haben, so kam es von der CSU und dafür brauchen wir Platz. Die Bevölkerungsprognose von 2019 hatte da eher Richtung 6500 ausgeworfen aber egal, wenn Wunsch und Wirklichkeit dann doch etwas weit von einander weg sind, den Flächenfraß dafür bereitet man schon mal vor. Hier sieht man direkt, wie grün die schwarze Basis wirklich ist. Der Chef umarmt Bäume und die Basis plant, ungebremst, die Landschaft weg zu betonieren. Über 100.000 m² für neues Gewerbe in Weisendorf – wer soll diese Flächen denn je nutzen wollen – AMAZON? Wollen wir das?

    Wir GRÜNE sagen, die Hälfte davon würde schon für Jahrzehnte im Voraus reichen und deswegen haben wir gegen den neuen, völlig überzogenen und unrealistischen Flächennutzungsplan gestimmt.

    Ernst Rappold

  • Sitzung 14.07.2020

    „Weisendorf 2030“ – der überarbeitete Flächennutzungsplan für Weisendorf wurde mit vielen Änderungen und Anpassungen gestern mehrheitlich beschlossen.

    Wir GRÜNEN stimmten dagegen, weil der Flächennutzungsplan neue Gewerbeflächen von über 10ha ausweist, obwohl weder der Bedarf noch die Prognose diese Zahl rechtfertigen. Der Antrag, diese Fläche doch auf die Hälfte zu reduzieren fand mit 5 zu 16 keine Mehrheit.

    Die Argumente:
    Wir wissen nicht, welchen Bedarf es zukünftig geben wird, deshalb lieber 10ha, damit es Reserven gibt.

    Der Flächenverbrauch ist zu hoch. Die Prognose und der festgestellte derzeitige Bedarf belegen etwas anderes.

    Die 2 Ansätze:
    Die Befürworter denken nur um Ihren Kirchturm herum uns sehen sich nicht in der Verantwortung für diesen Planeten.

    Wir GRÜNEN stehen aber auch für Natur und Umwelt und möchten verhindern, dass ungezügelt mehr und mehr Landschaft unter Asphalt und Beton verschwindet. Wir wollen einen Plan, der vertretbar ist und nicht auf der Basis von Kaffesatzleserei oder Wunschdenken aufgestellt wird. #weilwirhierleben

    Selbst das Planungsbüro TOPOS stellt fest, 10ha Gewerbegebiet sind zu viel und lassen sich nur schwer begründen. Trotzdem entscheidet sich die Mehrheit für die große Lösung.

    Seltsam dann noch die Ausführungen zweier CSU-Ratskollegen.
    Zum einen, die größere Gewerbefläche sei doch längst demokratisch entschieden und man müsse doch nicht jedes Mal die Argumente derMinderheiten“ anhören. Zum anderen, die Worte, damals, als es um die neue Lage des Fußballplatzes ging, wurde, LEIDER demokratisch, entschieden, diesen nicht dort hin zu legen, wo heute das Gewerbegebiet Ost liegt.

    Hier zeigt sich deutlich das Selbstverständnis dieser Partei.
    Ist man auf der „Siegerseite“ sind die „Verlierer“ nur lästig und zeitraubend.
    Steht man aber selbst als „Verlierer“ da, dann zweifelt man am System.
    Vielleicht auch nur so „raus gerutscht“ aber trotzdem, für mich, beides inakzeptabel.

    Ernst Rappold